Sep 202013
 

Clients in einem Windows Netzwerk nutzen als Zeitquelle Ihren Domänencontroller. Der erste Domänencontroller in einem Netzwerk erhält alle Betriebsmasterrollen, auch den PDC. Dieser dient in einem Netzwerk als zentraler Zeitserver, von dem alle weiteren Domänencontroller Ihre Zeit beziehen. Die Clients fragen dann immer den jeweiligen Domänencontroller ihres Standortes ab. Dadurch wird eine hierarische Struktur von Zeitservern aufgebaut. Jede Stufe erhöht den sogenannten Stratum Wert. Dieser Wert gibt an, auf welcher Ebene der Zeitserver steht. Die Atomuhr hat den Stratumwert 0. Der maximale Stratumwert ist 15.

In einem Netzwerk sollte der PDC eine externe Zeitquelle oder einen internen NTP Server abfragen, dieser sollte allerdings einen Stratumwert kleiner 11 erhalten. Dies ist aufgrund der Hierarchie innerhalb der Windows Domäne notwendig. Der PDC zählt diesen Wert bereits um 1 hoch und die weiteren Domänencontroller auf den nächsten Ebenen ebenso. Dadurch ist schnell der maximale Wert erreicht, wodurch die Clients keine Zeit mehr vom Domänencontroller erhalten können.

Mit dem Befehl

w32tm /query /source

kann kontrolliert werden von welcher Quelle der Client seine Zeit bezieht. Damit eine genaue Ausgabe erfolgt sollte der Befehl

w32tm /query /status

genutzt werden. Dieser gibt auch den zugehörigen Stratum Wert aus. Dieser sollte maximal 15 betragen. Als Referenz-ID sollte der Domänencontroller angegeben sein, an dem sich der Client anmeldet. Ist dies alles nicht der Fall, liegt ein Problem mit der Zeitsynchronisation vor. Dann sollte der Stratumwert auf den Domänencontrollern überprüft werden.

 

 

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